Mitglied werden

Wer kann Mitglied im (vorläufigen) Gläubigerausschuss werden?

Nach den gesetzlichen Regelungen der Insolvenzordnung (InsO) sollen im Gläubigerausschuss die absonderungsberechtigten Gläubiger, die Insolvenzgläubiger mit den höchsten Forderungen und die Kleingläubiger vertreten sein. Außerdem sollte möglichst ein Vertreter der Arbeitnehmer dem Gläubigerausschuss angehören und zwar unabhängig von der Forderungshöhe. Bei dieser Konstellation werden meistens die Mitglieder aus den folgenden Gruppen bestellt:

Die Banken als Gläubiger mit der höchsten Forderung, die Lieferanten als absonderungsberechtigte Gläubiger, die Bundesagentur für Arbeit als institutionelle Gläubigerin, der Betriebsratsvorsitzende bzw. ein Arbeitnehmer sowie ein Kleingläubiger. Sowohl der Verwalter als auch einzelne Gläubiger können die Aufnahme bestimmter Gläubiger oder Personen anregen. Das Gericht ist allerdings hieran nicht gebunden.

Im vorläufigen Verfahren, d. h. in der Zeit zwischen Antragstellung und Eröffnung, kann allerdings nur ein Gläubiger Mitglied des vorläufigen Gläubigerausschuss werden. Dennoch kann ein Berater – in der Regel ein erfahrener Rechtsanwalt – der Erfahrung im Insolvenzrecht mitbringt, das Gläubigerausschussmitglied als Rechtsberater begleiten. Neben natürlichen Personen (meistens bei den Kleingläubigern) können auch juristische Personen in den Gläubigerausschuss berufen werden. Da juristische Personen nur durch natürliche Personen (Geschäftsführer oder sonstige bevollmächtigte Personen) handeln können, wird in diesem Falle die juristische Person einen kundigen Mitarbeiter als Vertreter in den Ausschuss entsenden.

Im eröffneten Verfahren ist nach dem Beschluss der Gläubigerversammlung anstelle des bisherigen Gläubigers durchaus auch der bereits hinzugezogene Rechtsanwalt als Mitglied des Gläubigerausschusses zugelassen. Dann müsste aber ein Mitglied, das zuvor berufen worden war, auf sein Mitgliedschaftsrecht verzichten. Im eröffneten

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